2017-2018

Wegschauen gilt nicht (EWF-Kundenmagazin 03/2017)

Busbegleiter HNA EWFSeit Jahren sorgen Fahrzeugbegleiter in den Bussen für zusätzliche Sicherheit bei der Fahrt zur Schule und wieder zurück. Zum Abschluss des Schuljahres zeichnete die EWF die Fahrzeugbegleiterinnen Mareike Pohlmann und Chiara Chionna für ihr besonderes Engagement aus. Mareike Pohlmann und Chiara Chionna kennen solche Situationen – im Bus wird gedrängelt, an den Haltestellen geschubst, und manchmal kommt es zum Streit unter Schülern. Um das zu verhindern, bildet die EWF zusammen mit verschiedenen Schulen ab der achten Klasse Fahrzeugbegleiter aus. Den Auftakt bildet in jeder Schule eine Infoveranstaltung, um Schüler zu interessieren. „Zunächst wurde rumgefragt, wer teilnehmen möchte. Das war eine schöne Abwechslung zum normalen Schulalltag, und deshalb hab ich daran teilgenommen und war sofort begeistert“, erinnert sich Chiara Chionna. Bei Mareike Pohlmann war es ähnlich: „Ich hatte bei den anderen Jahrgängen schon gesehen, was die Fahrzeugbegleiter machen und wie sie sich einsetzen, das fand ich gut.“ Gemeinsam schauen die beiden zu, wie die neuen Fahrzeugbegleiter der Gesamtschule Battenberg im Praxisunterricht Tipps von EWF-Mitarbeiterin Sabine Hörner-Zimmermann und Teamleiter Bus Klaus Eckel vom Verkehrsunternehmen ALV bekommen. Die Schüler stellen eine Situation nach, in der ein Schüler eine Mitschülerin festhält und der Fahrzeugbegleiter einschreiten muss. „Wir möchten den Schülern zeigen, wie sie kleinere Konflikte schlichten, Drängeleien an der Bushaltestelle verhindern und so zu einem besseren Miteinander während der Fahrt beitragen“, erklärt Sabine Hörner- Zimmermann. „Die Ausbildung sensibilisiert sie und stärkt ihre Zivilcourage.“ Auch Klaus Eckel freut sich über die jungen Streitschlichter: „Sie sind eine tolle Hilfe – im Bus ebenso wie an den Haltestellen.“ Andersherum haben die Fahrzeugbegleiter mit dem Busfahrer einen Unterstützer, wenn es darum geht, sich durchzusetzen. Eine Win-win-Situation. Einsteigen üben? Einsteigen üben! Als Nächstes sollen die Schüler das Einsteigen in den Bus üben. In Zweierreihen stehen sie nebeneinander auf dem Parkplatz vor der Gesamtschule. Einsteigen üben? Hört sich banal an, aber beim Gedränge vor und hinter den Türen kommt es oft zu Rempeleien. Besonders die Großen drängeln sich gern vor, um einen Sitzplatz zu ergattern. Auch Mareike Pohlmann hat sich in die Schlange eingereiht und macht mit. Die 18-jährige Abiturientin der Uplandschule Willingen hat als ehemalige Fahrzeugbegleiterin früher selbst mehr als vier Jahre lang dafür gesorgt, dass an den Haltestellen nichts passiert. „Anfangs ist es schwierig, sich durchzusetzen. Aber mit der Zeit lernt man, Situationen einzuschätzen und richtig zu handeln. Wenn die Schüler einen erst akzeptiert haben, wird es leichter.“ Neben ihr steht Chiara Chionna. Die 16-Jährige hat gerade ihren Realschulabschluss an der Gesamtschule Battenberg gemacht. Wie Mareike Pohlmann beginnt sie demnächst eine Berufsausbildung. Für ihr besonderes Engagement als Fahrzeugbegleiterinnen wurden die beiden von der EWF und ihren Schulen bei der Zeugnisübergabe ausgezeichnet. Dazu Sabine Hörner- Zimmermann: „Herausragend waren etwa Chiaras Einsatz beim Fahrplanwechsel 2016 und Mareikes langjährige Unterstützung. Normalerweise machen Fahrzeugbegleiter ihren Job für ein bis zwei Jahre.“ Noch wertvoller als die Urkunde sind die Erfahrungen, die sie fürs Leben mitnehmen: „Die Ausbildung hilft, Selbstbewusstsein zu entwickeln. Man lernt, Verantwortung zu übernehmen“, findet Chiara Chionna. Auch sei es gut, sich als Mädchen mal gegen die Jungs durchzusetzen: „Wir Mädels werden ja oft unterschätzt und als Fahrzeugbegleiterin kann ich denen das Gegen teil beweisen.“

(EWF Direkt 03/2017)

Engagement im Schulbus (HNA, 28.06.2018)

Busbegleiter HNAFahrzeugbegleiter an Gesamtschule Battenberg geehrt – Nachfolger ausgebildet
BATTENBERG. In den vergangenen neun Jahren hat die Gesamtschule (GS) Battenberg gut 320 Schüler zu Fahrzeugbegleitern ausgebildet, die für mehr Sicherheit im Schülerverkehr sorgen. Die Schüler versehen ihren Dienst nach theoretischer und praktischer Ausbildung im Rahmen einer außerordentlichen sozialen Tätigkeit für ein Jahr. Einige Schüler sind mit so viel Engagement und Begeisterung bei der Sache, dass sie sich zur Verstärkung der neuen Schulbusbegleiter für ein weiteres Jahr verpflichten. Zum Ausbildungsabschluss der „Fahrzeugbegleiter“ des nachfolgenden Jahrgangs an der GS Battenberg überreichte Schulleitungsmitglied Dennis Glotz 19 Schülern ihr Zertifikat, das den Schülern die erfolgreiche Ausbildung in Techniken wie Deeskalationstraining und positiver sprachlicher und körpersprachlicher Kommunikation bescheinigt. Den Dankesworten schloss sich auch Axel Backhaus, Mitarbeiter der Energie Waldeck- Frankenberg GmbH und Leiter des Lehrgangs zum Fahrzeugbegleiter, sowie die betreuenden Lehrer Sebastian Gottschalch und Mahmut Peker an. Für über das Maß hinausgehenden Einsatz wurden zehn Zehntklässler geehrt, die die Tätigkeit des Fahrzeugbegleiters über zwei Jahre hinweg ausführten. Sie erhielten einen Engagement- und Kompetenznachweis für ihre Zusammenarbeit mit Lehrern, Busfahrern und Mitschülern. Die versammelten zukünftigen Fahrzeugbegleiter des Jahrgangs acht applaudierten entsprechend. Sie wollen nach den Sommerferien ebenfalls mit vollem Einsatz in den Dienst als Fahrzeugbegleiter starten. (nh/epa)

Römerbrücke- Lateinunterricht an GSB (HNA, 28.06.2018)

Römerbrücke hnaBATTENBERG. Die letzten Wochen ihrer Schulzeit an der Gesamtschule Battenberg (GSB) nutzte der Lateinkurs des zehnten Jahrgangs unter der Leitung von Gabriele Naumann dazu, sich römische Baupraxis vor Augen zu führen. Eine Römerbrücke in Kleinformat als Sitzgelegenheit sollte auf dem Schulhof entstehen. Auf dem Lehrplan steht für das zweite Halbjahr des zehnten Jahrgangs an der GSB die Caesar-Lektüre. Der große Feldherr Caesar ließ seine Soldaten aus Propagandazwecken und zur Abschreckung der Germanen in nur zehn Tagen eine Holzbrücke über den Rhein bauen. Nach einigen Gefechten in Germanien zog er sich wieder nach Gallien zurück und ließ die Brücke wieder abreißen. Das technische Wissen der Römer beeindruckt die Schüler beim Lesen dieser Lektüre immer wieder. So versuchte der Lateinkurs, römische Baupraxis zu erproben. Zwar waren Akkuschrauber, Bohrmaschine und Motorsäge im Einsatz, doch Grundlage bildete eine Zeichnung einer antiken Römerbrücke sowie ein Ausschnitt aus Caesars „bellum gallicum“. Im Team und oft mit vereinten Kräften wurden Rundhölzer und Latten zu einer kleinen Brücke. Mit viel Spaß und Einsatz waren die Schüler dabei. Auch einige Kollegen schauten immer mal wieder vorbei und halfen bei Bedarf. Viel Unterstützung Das Ganze konnte aber überhaupt nur mit einer großzügigen finanziellen Unterstützung der Frankenberger Bank, des Förder- und Ehemaligenvereins der GSB und der tatkräftigen Hilfe der Zimmerei Mario Holzapfel in Hatzfeld geschehen. Lehrerin Gabriele Naumann drückte ihren Dank dafür aus und betonte, wie wichtig solch praktische Erfahrungen im Schulalltag seien. Solche Aktionen gäben Schülern die Möglichkeit, sich einmal ganz anders zu präsentieren und schweißten eine Gruppe zusammen. (nh/epa)

Dursti sang beim Schulfest (HNA, 26.06.2018)

Schulfest HNAAn 38 Stationen ging es an der Gesamtschule um „Ganzheitliche Gesundheit“
Von Willi Arnold BATTENBERG. „Ganzheitliche Gesundheit“: Das war das Thema beim Schulfest der Gesamtschule Battenberg. Dazu waren mit Schülern und Familienangehörigen rund 2000 Menschen gekommen, die von Schulleiter Reinhold Gaß begrüßt wurden. Begrüßen konnte Gaß auch den Stargast des Nachmittages, den Sänger und Songwriter Christian Durstewitz, der ohne Gage für die Schulfestgäste auftrat. „Ich bin der Christian und das ist Tihany“, sagte „Dursti“ locker, als er seinen Duo-Partner vorstellte. Das wäre aber nicht gar nötig gewesen, denn ein Schüler merkte an: „Unser bester Mathelehrer, ohne Witz“, denn Bastian Tihany ist als Lehrer im Vorbereitungsdienst an der Gesamtschule bereits bestens bekannt. Bestens bekannt waren auch ihre Songs. Bei Namikas „Lieblingsmensch“ wurde textsicher mitgesungen. Zur ganzheitlichen Gesund-heit hatten alle Klassen ein Thema ausgearbeitet, das sie am Nachmittag an 38 verschiedenen Stationen vorstellten. „Schüler, aber auch die Eltern, können sich dort künstlerisch, gefühlvoll, sportlich und teilweise auch an anstrengenden Aufgaben beteiligen und Punkte für die jeweiligen Klassen sammeln“, informierten Michaela Theis und Katja Müller-Schönwälder vom Schulfestausschuss. „Mit einer Sollpunktzahl kommen alle Klassen in die Lostrommel und können mit etwas Glück ein gesundes Klassenfrühstück gewinnen.“ Ehrgeiziges Ziel Es war schon ein ehrgeiziges Ziel, an allen Stationen, die weit über das Freigelände und in einigen Klassenräumen aufgebaut waren, Punkte zu sammeln. Deshalb machten Aliah und Salome auch mal eine Pause und stellten fest: „Das Schulfest ist ganz in Ordnung mit viel Abwechslung und alle Klassen machen mit“.

Lob und gute Wünsche (HNA, 18.06.2018)

BesteAbschlussfeier an der Gesamtschule Battenberg: Bestnoten für Arnold und Raschke
Von Frank Augustin BATTENBERG. „Ein Hoch auf uns“ – gespielt vom Schulorchester – war zum Auftakt der Abschlussfeier an der Battenberger Gesamtschule der treffende Beginn der Verabschiedung von 165 Schülerinnen und Schülern. 72 haben den Abschluss im gymnasialen Zweig gemacht, 80 im Realschulzweig und 13 in der Hauptschulklasse (Artikel unten). Schulleiter Reinhold Gaß fand die passenden Worte an die Abgänger und ihre Eltern: „Ich danke Ihnen, liebe Eltern, dass Sie uns in all den Jahren unterstützt haben. Ihre Kinder haben ein großes Ziel erreicht, Sie alle können stolz sein.“ In seiner Ansprache zog er immer wieder den Vergleich zwischen der Schulzeit und der Fußball-WM: Gaß nannte Zielstrebigkeit, Ehrgeiz und den Willen zum Sieg als wichtige Gemeinsamkeiten. „Bei euch bin ich mir sicher: Ihr habt gewonnen und seid die Sieger“, rief er den festlich gekleideten Absolventen zu. Hatzfelds Bürgermeister Dirk Junker gratulierte im Namen des Fördervereins der Gesamtschule, für die Elternschaft sprach die Vorsitzende des Elternbeirates, Michaela Theis. Sie nannte Gesundheit, Dankbarkeit und Disziplin als wichtige Voraussetzungen für die Zukunft. „Genießt die kleinen Dinge des alltäglichen Lebens mit allen Sinnen“, empfahl sie den Jugendlichen. Das Schulorchester rundete das Programm mit „An Tagen wie diesen“ oder der Titelmelodie von „Game of thrones“ ab. Geehrt wurden im Anschluss die beiden besten Abschlusszeugnisse, Tom Arnold und Hannah Raschke hatten mit 1,15 den besten Notendurchschnitt. Besonderes soziales Engagement wurde mit Buchpreisen gewürdigt. Bilder, Videos, Anekdoten Bevor die 165 Schulabgänger ihre Abschlusszeugnisse bekamen, präsentierten sich die einzelnen Klassen mit Bildern, Liedern, Videos und allerlei Anekdoten aus den gemeinsamen Schuljahren, was für viele Lacher und Applaus sorgte. Die Lehrer sangen in einem eigens getexteten Lied über die Abschlussfahrten nach München, Hamburg, Amsterdam und an den Gardasee. „Unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist“, waren sich alle einig.