M2018 05 Lateinfahrt nach Trier 2it Kaisergattin Helena und Gladiator Valerius durchs alte TrierAnfang Mai stand wieder die von allen langersehnte dreitägige Lateinfahrt auf dem Programm. Die beiden Lateingruppen des siebten und achten Jahrgangs, ca. 42 Schülerinnen und Schüler, fuhren zusammen mit Frau Temme und Frau Naumann nach Trier.
Doch bevor wir uns auf die Spur der Römer begaben, machten wir noch einen Zwischenstopp in Mainz beim ZDF und erhielten dort eine Führung durch den Sendebereich, durften bei einem Live-Mitschnitt von 1,5 Minuten dabei sein und guckten uns die Kulisse vom Fernsehgarten an. In der Jugendherberge angekommen, staunten alle: „Das ist ja wie im Hotel!“ Angenehmerweise waren wir im Neubau untergebracht. Dieser war erst vier Wochen zuvor in Betrieb genommen worden.Den Abend verbrachten wir dann im Kino. Die Schüler hatten zwei Filme zur Wahl, so kamen alle auf ihre Kosten.
Am nächsten Tag begann dann die Zeitreise: 1600 Jahre zurück in die Vergangenheit. An der Porta Nigra empfingen uns die Ehefrau von Kaiser Konstantin (4.Jh. nach Chr.), Helena, und eine Keltin.... Sie zeigten uns „ihr“ Trier. Wir besichtigten vor allem das letzte erhaltene Stadttor, die Porta Nigra, auch das Wahrzeichen des heutigen Triers, die Basilika, auch Palastaula genannt, und die Kaiserthermen. Als wir die riesige Basilika betraten, ging ein Raunen durch die Schüler. Eine riesige Halle mit einer Grundfläche von 75 m x 27 m und einer Höhe von 33 m. Sie ist so groß, dass ein 7-Sekunden-Nachhall auf die große Orgel antwortet! Bildhaft konnten sich die Schüler vorstellen, wie sich damals ein Einwohner Triers fühlte, wenn er für eine Audienz beim Kaiser die große Halle durchschritt, um sich dann vor dem Kaiser flach auf den Boden zu werfen.
Nachmittags versuchten wir das Rheinische Landesmuseum und die dortige Römerausstellung zu besichtigen. Dieser Plan scheiterte jedoch aufgrund organisatorischer Schwächen. (Wir werden diesen Punkt optimieren! 😉)
Abends fuhren wir voller gespannter Erwartung ins Amphitheater. Gladiator Valerius würde uns führen. Würden wir Kämpfe und Gemetzel sehen? Kämpfe blieben leider aus, es war ja auch nur ein Gladiator. Dennoch war es eine spannende Führung durch die Gänge und die Arena des Amphitheaters, bei der uns Valerius „seine“ Geschichte erzählte. Denn er war einer der Freiwilligen, die sich für Ruhm und Ehre im Amphitheater bewarben. Und er überlebte – doch zu welchem Preis?
Es folgte eine weitere lange lustige Nacht. Frau Naumann und Frau Temme durften aber schlafen. Doch das Aufstehen am Morgen war noch schwieriger als am ersten Morgen. Nachdem wir gepackt und aufgeräumt hatten, fuhren wir zu unserem letzten Programmpunkt, der Villa Borg. Die Villa wurde im römischen Stil in den 80er Jahren auf antiken Grundrissen rekonstruiert. Endlich sah man mal mehr als Ruinen! Unsere Museumsbegleiter erzählten uns von der Villa, führten uns in eine römische Küche und zeigten uns eine Therme. Der Luxus war gigantisch. Baden unter einer Rundbaudecke, verziert mit Meeresgestalten, Kaltwasser- und Warmwasserbad und anschließend eine umfangreiche Wellness-Behandlung – wer wollte das nicht.
Nun ging es aber nach Hause. Manche waren sehr müde. In Erinnerung bleibt eine schöne Fahrt!

Gabi Naumann

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