Hallenboden hnaSporthalle in Battenberg wird für 2,2 Millionen Euro saniert
BATTENBERG. Jetzt räumt es. Nachdem die Mitarbeiter der Firma Sportbodentechnik Flitsch mühsam 8000 ElastikPads einzeln verlegt und einen „Blindboden“installiert haben, kommen jetzt die Trägerplatten drauf. Die neunfach verleimten Sperrholz-Platten werden maschinell verschraubt.
„Obendrauf kommt dann noch der Kunststoff-Belag“, erklärt Architektin Simone Jungermann vom Eigenbetrieb Gebäudemanagement des Landkreises. Der Hallenboden muss nach ihren Worten bis Ende Juni fertig sein – anderenfalls drohe weiterer Verzug. Die Gesamtschule und viele Battenberger Vereine warten dringend darauf, dass die zuletzt mit 2,2 Millionen Euro veranschlagte Sanierung der Großsporthalle endlich fertig wird. Das war eigentlich für die Osterferien dieses Jahres geplant, musste dann aber nach Überflutungen und Problemen mit der Kanalisation (HNA berichtete) verschoben werden.


Übergabe im September
Der Eigenbetrieb Gebäudemanagement hält nach den Worten von Udo Weitekemper daran fest, dass die Sporthalle zu Beginn des neuen Schuljahres im September ihrer Bestimmung übergeben werden kann. Ein Sportboden ist spannender, als man denkt. Viel darüber erzählen kann Manfred Flitsch, Seniorchef der Fachfirma aus Duingen, der schon seit über 50 Jahren bundesweit Sportböden verlegt – auch in Bundesleistungszentren und Landesstützpunkten. Was im Unterbau für den Laien wie eine Europalette aussieht, ist ein kleines Kunstwerk für sich. In einem Raster von 40 Zentimetern liegen die maßgefertigten Holzbrettchen, die – jedes einzeln – bis auf drei Millimeter eingesägt werden, damit sie federn und nachgeben können. Von der Platzierung der 8000 ElastikPads ganz zu schweigen. Zwischen diesem Raster wurde die neue Fußbodenheizung verlegt. Auf die Heizungsrohre, die später eine Vorlauftemperatur von 40 Grad haben werden, wurden seitlich Leitbleche aufgesteckt. Sie sorgen dafür, dass die Strahlungswärme großflächig abgegeben wird. Eine „angenehme Wärme“verspricht Architektin Jungermann künftigen Sporttreibenden. Die Fußbodenheizung sei deutlich effektiver als die frühere Erwärmung über die Lüftungsanlage. Das spare Geld. „Und es wird auch viel schneller warm.“
Die Maler und Fliesenleger seien weitgehend fertig mit ihrer Arbeit, sagt Jungermann. Außentüren und Fenster wurden installiert, die elektrische Installation neu verlegt, Heizung und Lüftung sind fertig.
„Das wird ein energetisches Leuchtturmprojekt“, sagt Oswald Staub vom Eigenbetrieb Gebäudemanagement. Er verweist besonders auf die neue Dämmung des Daches und der Außenwände mit einer 16 Zentimeter dicken Isolierschicht. Der spätere Einbau einer Wärmepumpe sei möglich, sagt Staub – dafür sei aber leider kein Geld da.
„Um die Außenbereiche kümmern wir uns später“, sagt Simone Jungermann. Sie will Schule und Sportvereine nicht länger warten lassen.

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