Ausstellungseröffnung „Asyl ist Menschenrecht“ an der Gesamtschule Battenberg

Asyl-AusstellungIn der Aula der Gesamtschule Battenberg wurde am Dienstagvormittag die Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ im Rahmen einer kleinen Begegnungs- und Feierstunde am vergangenen Dienstag eröffnet. Die Ausstellung ist in den nächsten drei Wochen in der Schule zu sehen und informiert in vielen Schauplakaten über das Thema Flucht, Fluchtursachen und das Grundrecht auf Asyl.
Zur Eröffnung hatte die Schulleitung gemeinsam mit der Schulseelsorgerin Frau Schmidt-Biber neben den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen auch Dekan Gerhard Failing des Ev. Lutherischen Dekanates Biedenkopf und Helmut Kretz, Leiter des Diakonischen Werkes Biedenkopf und Beauftragter für Flüchtlingsfragen eingeladen. Als Gäste und Gesprächspartner waren zwei Asylbewerberinnen und drei Asylbewerber des Heims am Wingertsberg eingeladen, die Dieter Wolf, der sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsbetreuung engagiert, begleitete.
Nach der Begrüßung durch die Schulleitung appellierte Dekan Failing an die Verantwortung eines jeden Einzelnen. Er rief die Jugendlichen auf an der gesellschaftlichen Aufgabe der Integration von vielen Menschen mitzuwirken. Der Beauftragte für Flüchtlingsfragen des Diakonischen Werkes Herr Kretz erläuterte einige Daten zum Thema Flucht und Vertreibung und erläuterte mit einigen Sätzen den Aufbau der Ausstellung.
Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Schülerinnen und Schüler die Erzählungen der anwesenden Flüchtlinge. Sie stellten sich in einem Mix auf Deutsch und Englisch vor und erzählten von ihren Herkunftsländern, warum sie geflohen sind und wie sie nach Deutschland gekommen sind. In der anschließenden Gesprächsrunde wurden gegenseitige Fragen und Wünsche ausgetauscht.

Marion Schmidt-Biber
 

„Hai-Alarm“ an der GSB

Autorenlesung webBattenberg, 25.09.2015
Am Mittwochmorgen bekam die Schule Besuch von der Autorin Christina Bacher, die aus ihrem neuesten Jugendbuch „Bolle und die Bolzplatzbande: Hai-Alarm“ las.
„Ich kann nur Krimis“, stellte die sympathische Autorin fest und erzählte die Geschichte von Wladi aus Tadschikistan, der in Köln mit seinen Freunden Kriminalfälle aufklärt. Diesmal auf der Spur von Juwelendieben, die mit Hai-Masken acht Juweliere in Köln überfallen haben. Mit von der Partie sind neben den Jugendlichen noch Frau Troisdorf, eine alte Dame mit Rollator und Bolle, der Straßenkehrer.
Christina Bacher erzählte weitgehend frei – und trotzdem Wort für Wort- ihren Kinderkrimi und zog dabei die Schülerinnen und Schüler der drei Klassen, die das Event besuchten, in ihren Bann. Die HR5a, die HR5c und die G6c lauschten der Geschichte und wollten nach der 5. Stunde eine Zugabe hören -das Ende hat die Autorin allerdings nicht verraten, das müssen die Schülerinnen und Schüler nun selbst erlesen.
„Wir müssen jetzt zum Unterricht“- meinte ein Schüler am Ende der Lesung: er dachte es sei erst die 5. Stunde zu Ende, dabei war es bereits 12.45 Uhr!
Die Zeit verging wie im Flug und nach der Geschichte gab es noch viele Fragen an Frau Bacher, die einen kurzen Einblick in das Leben einer Autorin und die Herstellung eines Buches gab. Am Ende gab es neben Autogrammkarten auch die Möglichkeit das eigene Buch signieren zu lassen, was einige gerne nutzten.
Organisiert wurde die Lesung im Rahmen der Leseförderung von Frau Reichert, die auch unsere Schülerbücherei betreut sowie Frau Rossmeisl von der Schulleitung.

Schultheateraustausch

WPU Theater 9 2Die Gesamtschule Battenberg lädt die Ortenbergschule Frankenberg und die Europaschule Gladenbach ein

Theater braucht Publikum. Theater vereint Menschen. Theater macht aufmerksam. Theater weckt Gefühle. Theater unterhält. Theater macht Spaß.

Und genau aus diesen vielen Facetten des Theaters wuchs der Gedanke, verschiedene Schülertheater zusammenzubringen. Was am Anfang noch eine fixe Idee war, nimmt nun zum Ende des Schuljahres an der Gesamtschule Battenberg Form und Gestalt an. Der WPU Kurs 9 lädt zum ersten Mal andere Schülertheatergruppen zu sich ein, um sich, zum Schuljahresende hin, die erprobten Stücke vorzustellen. Am 08. Juli 2015 besuchen der Theaterkurs 8 der Ortenbergschule, zusammen mit ihrem Lehrer Holger Kraus, und der WPU Theaterkurs 7 der Europaschule Gladenbach mit Lehrerin Lisa Völkel die Gesamtschule Battenberg. An einem Vormittag führen alle drei Gruppen ihre Stücke auf und stellen sich damit gleichzeitig dem Lob und der Kritik von Gleichgesinnten. Das Besondere an diesem Treffen ist, dass alle Teilnehmer Theaterneulinge sind. Jede Gruppe besteht erst seit Schuljahresbeginn, die Teilnehmer darin haben bisher nur vereinzelt Erfahrungen mit dem Theaterspielen gesammelt. So ähnlich die Voraussetzungen für alle teilnehmenden Gruppen sind, so unterschiedlich sind die Stücke und ihre Entstehungsgeschichte.

Holger Kraus bringt mit seiner Theater AG und dem Stück „Der blaue Stein“ das Thema Flüchtlinge auf die Bühne. Es handelt von einem syrischen Jungen, der sich in ein deutsches Mädchen verliebt. Besonders ist, dass die 20 Haupt- und Realschüler des Kurses dabei eine eigene Rahmenhandlung um das Stück geschrieben haben. Lisa Völkel zeigt mit ihrer Theatergruppe ein Till Eulenspiegel Stück. Die Realschüler haben alle Szenen darin selbst entwickelt und bringen somit eine Eigenproduktion auf die Bühne. Der Theaterkurs von Laura Köhler an der Gesamtschule Battenberg hat „Grenzenlos“ als Stück für dieses Schuljahr ausgewählt. Freundschaft, Mobbing, Alkohol und Internet sind hier Gegenstand des Stückes.

Allen Stücken ist gemeinsam, dass die Schüler Lust auf Theater haben und ihr Können präsentieren wollen. Auch wenn die einzelnen Projekte zunächst sehr unterschiedlich erscheinen, liegt gerade darin der Reiz. Jeder Blick über den Tellerrand erweitert den Horizont. Und so gilt am Ende des Theateraustausches: Theater eröffnet Blickwinkel! Theater schafft Freundschaft! Theater verbindet!

Der Theaterkurs WPU 9 führt das Stück „Grenzenlos“ außerdem noch einmal für interessierte Schüler ab Klasse 7, Eltern und Lehrer und am Donnerstag, den 09. Juli 2015 um 19.00 Uhr in der Aula der Gesamtschule Battenberg auf.