Jedem Schüler den Spiegel vorhalten (wlz-fz, 22.04.2012)

antimobbingMobbing-Prävention mit Schauspieler Thomas Hoft an der Battenberger Schule
Neue Wege in der Mobbing-Prävention beschreitet die Gesamtschule Battenberg. Passend zum Leitsatz der Schule „Lernen mit Kopf, Herz und Hand" ist die Verhinderung von Mobbing für die Battenberger Schüler und Lehrer nicht nur ein theoretisches Thema. Das Klassenzimmerstück „Erste Stunde" machte jetzt das Irrationale, Ungerechtfertigte und Unerträgliche einer Mobbing-Situation für eine achte Klasse wirklich nachfühlbar und hautnah erlebbar. Für diese eindrucksvolle „Erste Stunde" schlüpft Schauspieler Thomas Hof aus Bad Emstal in die Rolle von Jürgen Rickert. Jürgen kommt neu in die Klasse. Bisher war er immer der „Loser" und das Mobbing-Opfer, doch heute will er den Spieß umdrehen: Er provoziert seine Mitschüler und versucht, die Klassengemeinschaft aufzubrechen. Ohne Umschweife fordert Jürgen die gesamte Klasse auf, ihn zu schikanieren: „Okay, bringen wir's hinter uns. Ich gebe euch fünf Minuten. Fünf von fünfundvierzig, da könnt ihr nicht sagen, ich wär nicht großzügig. Fünf Minuten, in denen könnt ihr mit mir machen, was ihr wollt. Danach will ich meine Ruhe für den Rest der Stunde." Die Schüler müssen sich dem Neuen gegenüber irgendwie verhalten und – das ist der Kunstgriff des Stücks – werden dabei eine ganze Schulstunde lang mit sich selbst konfrontiert. Ohne Scheinwerfer, Bühnenkante, Requisiten und Maske stehen sich Darsteller und Publikum gegenüber. Diese Nähe macht beide Seiten ungeschützter als im Theater. Die Grenze zwischen Realität und Theater löst sich auf, die Zuschauer werden zu Mitspielern. Die von Jörg Menke-Peitzmeyer geschriebene „Erste Stunde" ist eine gezielte Provokation und zugleich auch ein Risiko. Dafür braucht es einen mutigen Schauspieler. Thomas Hof wird dieser Herausforderung gerecht: Der 1983 in Leipzig geborene Darsteller spricht nicht nur die Alltagssprache der Schüler, er versteht auch ihre Lebenswelt. Mit Einfühlungsvermögen und Sensibilität gelingt es ihm, eine ganze Klasse zu berühren und jedem Schüler den symbolischen Spiegel vorzuhalten.Im Anschluss an diese „Erste Stunde" standen die Reflexion und Übungssituationen zum Thema auf dem Stundenplan. Begleitet von Klassenlehrer Wolfgang Werth und Schulsozialarbeiterin Martina Westermann erarbeitete Thomas Hof mit den Schülern die Strukturen des Mobbings. „Jeder kann ein Opfer sein. Weil jemand etwas kann, wofür ihn andere beneiden. Oder einfach nur, weil er Schuhe mit Klettverschluss trägt", sagte Hof. „Jeder ist etwas Besonderes. Wenn man will, findet man immer etwas." „Ich kann jetzt nachfühlen, wie es ist, gemobbt zu werden", versicherte ein Junge. „Mich hat besonders die Erkenntnis beeindruckt, dass die Rolle des Opfers einem wesentlich mehr Intelligenz, Intuition und Überlebensstrategien abverlangt als das immer gleiche, stereotype Verhalten des Täters", lautete ein Kommentar. Thomas Hof ist auch an anderen Schulen unterwegs.
Kontakt über die Internetseite www.hofthomas.de

Geschmackstest R9b

IMG 0397Wir stellten uns im Deutschunterricht während einer Unterrichtseinheit zum Thema „Werbung" die Frage, ob Werbung uns so manipulieren kann, dass wir allein aufgrund der besseren Werbestrategie die teureren Produkte bevorzugen und eventuell geschmacklich gleichwertige Produkte vernachlässigen. Um die tatsächlichen Unterschiede von Marken- und Noname-Artikeln herauszufinden, führten wir in Kleingruppen einen Geschmackstest mit Augenbinden durch. Als „Versuchsobjekte" hatten wir verschiedene bekannte Süßigkeiten wie Snikers, Twix, Gummibärchen und einige weitere und die entsprechenden Noname-Artikel. Dabei sollte der Tester feststellen, um welches Produkt es sich handelt und eine Geschmacksbeurteilung abgeben. Die Ergebnisse wurden vom Testpartner in Tabellen eingetragen.
Das Ergebnis ist nicht gerade überraschend: Fast alle Produkte wurden richtig zugeordnet (72% richtige Aussagen, 28% falsche Aussagen). Ob dies nun heißt, dass wir mehr Marken- als Noname-Schokolade essen, kann man jedoch nicht genau sagen. Denn es kann auch sein, dass wir einen besonderen Geschmack bei Markenwaren erkennen und sie deshalb so gut von den „Nonames" unterscheiden können. Interessant war die Erkenntnis, dass wir zwar Markenprodukte am Geschmack erkennen können, die Noname-Produkte geschmacklich aber nicht weniger gut abschnitten. Einzige Ausnahme war hier das Hanuta, das als einziges Markenprodukt bei allen Kleingruppen als deutlicher Geschmackssieger vor seinem günstigen Konkurrenten hervorging. Fazit des Tests: Auch wenn die Markenwerbung bunter, auffälliger und damit verführerischer ist, ruhig auch mal zu den billigen Produkten greifen. Sie schmecken meist genauso gut!
Für die Berichterstattung: Florian Fuchs und Frau Splittgerber
Fotos: Splittgerber

Verkehrserziehung -"Achtung Auto"

Battenberg. Prakk-PICT0111tische Verkehrserziehung erlebten am Freitagvormittag 17 Jungen und Mädchen der fünften Klassen der Gesamtschule. Der Kurs „Verkehrserziehung“ des Wahlpflichtunterrichtes mit Lehrer Sebastian Gottschalch nahm  teil an dem Verkehrssicherheitsprogramm „Achtung Auto!“. Als Moderator arbeitete Matthias Hillig vom ADAC mit den Fünftklässlern auf dem Parkplatz des Schwimmbads einen ganzen Vormittag lang. Das Verkehrssicherheitsprogramm „Achtung Auto“ wird vom ADAC mit Unterstützung der Firmen OPEL und Michelin ausgeführt. Ziel des Programmes ist die Vorbereitung der Schüler der Klassenstufen 5 und 6 auf die Gefahren des Straßenverkehrs. Dabei sollen den Kindern wichtige Verhaltensregeln ohne "erhobenen Zeigefinger" näher gebracht werden.
Um zu erkennen, dass Fahrzeuge nicht wie Fußgänger sofort stehen bleiben können, begannen die Gesamtschüler bei sich selbst. Sie stoppten aus vollem Lauf an einer vorgegebenen Stelle und stellten fest, dass sie dabei nicht sofort anhalten konnten.
Noch länger dauerte es, wenn sie auf ein Zeichen mit einer Fahne hin anhalten mussten, also nicht von Anfang an wussten, wo sie "bremsen" müssen. Daraus wurde im Gespräch gemeinsam die bekannte Formel erarbeitet: Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg
Die so erlernte Formel wurde dann aufs Auto übertragen. Jedes Kind markierte mit einem Hütchen die Stelle, an der es das Anhalten des Autos aus einer vorgegebenen Geschwindigkeit erwartete. Bei diesem Versuch verschätzten sich die Kinder teilweise erheblich. Aber genau das bedeutete auch einen Lernerfolg. Zum Abschluss des Programms durften die Kinder ordnungsgemäß gesichert im Auto mitfahren und lernten bei einer Vollbremsung vor allem die Schutzwirkung des Sicherheitsgurtes und der Sitzerhöhung kennen. (ed) (ied).

Weiterlesen: Verkehrserziehung -"Achtung Auto"

Projekt: Streetsurfing mit dem Waveboard

k-wave_board_1Battenberg. Begeistert waren die Jungen und Mädchen der Klasse HR5a am Dienstagmorgen. Im Rahmen eines besonderen Unterichtsprojekts erlernten sie die neue Trendsportart des "Streetsurfing" mit dem Sportgerät "Waveboard". Der neue Freizeitsport kommt aus Amerika, deshalb sind die vielen englischsprachigen Ausdrücke üblich.
Im Waveboard verschmelzen die Bewegungen aus Surfen, Snow- und Skateboarden zu einem neuen Fahrerlebnis. Im Gegensatz zum Skateboard berühren die Füße beim Fahren nie den Boden. Nach dem ersten Abstoßen bewegen Streetsurfer ihr Sportgerät, das Waveboard,  durch regelmäßige Wellen- und Drehbewegungen der Hüften und Beine.Möglich ist diese Art der Fortbewegung durch die einzigartige Konstruktion der Waveboards. Ein normales Skateboard besteht aus einem zweispurigen Brett mit vier Rollen.
Im Gegensatz dazu besteht das Waveboard aus zwei einspurigen Fußplatten, die durch einen kurzen gefederten Stab miteinander verbunden sind. Diese Platten lassen sich gegenläufig um die Längsachse drehen. Die zwei an den Platten angebrachten Rollen lassen sich um 360 Grad schwenken. Die schwenkbaren Rollen ermöglichen vollständige Drehungen und lässiges Driften während der Fahrt.

Weiterlesen: Projekt: Streetsurfing mit dem Waveboard

Schüler machen Erbgut sichtbar (01.10.2010)

DNA_06Die Schülerinnen und Schüler der G9b beschäftigen sich im Biologieunterricht derzeit mit dem Themenbereich Genetik. Nachdem im Unterricht die Grundlagen der Vererbung anhand von Blutgruppen und Erbkrankheiten besprochen wurden, war es an der Zeit, sich die Mechanismen der Vererbung einmal genauer anzusehen: In welcher Form liegen die Erbinformationen in unserem Körper, oder in den Zellen anderer Lebewesen, vor? Die zunächst wenig befriedigende Antwort lautet „DNA“ (kurz für engl.: deoxyribonucleic acid). Doch wer kann sich darunter schon bildlich etwas vorstellen?
Um ihr Vorstellungsvermögen durch reale Bilder zu erweitern, machte sich die G9b mit ihren Lehrern T. Hoffmann und R. Gaß daran, durch ein Experiment DNA aus Zwiebeln zu gewinnen und durch Anfärbung sichtbar zu machen.

aab_picWeitere Bilder hier!

 

Weiterlesen: Schüler machen Erbgut sichtbar (01.10.2010)