LateinabendLateinischer Abend an Battenberger Gesamtschule - Schüler präsentieren kurze Stücke aus dem Unterricht
Mit dem Latein am Ende? Das sind die Battenberger Gesamtschüler sicherlich nicht. Im Gegenteil: Mehr als 100 Schüler haben Geschichten von der Antike bis zur Neuzeit auf Latein dargestellt. Battenberg. Da wurden Sklavinnen angepriesen, die Götter angerufen, es wurde gebuhlt, geklagt und gemordet. Kurzum: Die Schüler der Jahrgangsstufen sechs bis zehn an der Battenberger Gesamtschule boten an ihrem „lateinischen Abend" ein abwechslungsreiches und spannendes Programm – vorgetragen in bunten Gewändern und vor einem vielfältigen Bühnenbild. Muriel Hinrichs etwa verzauberte als hübsche, aber durchtriebene Nanna nicht nur einen alten Kaufmann (Maximilian Stolez; Sebastian Graw), sondern benutzte auch noch einen schönen, unschuldigen Jüngling (Jonas Ringler; Alexander Giebel) für ihre Zwecke. Am Ende hatte sie mindestens das Glück des Kaufmanns auf dem Gewissen und warum viele Taler reicher. Es blieb die Frage: Wo liegt nun die Wurzel des Übels – bei den Männern oder bei den Frauen?
Die Liebe zu Kleopatra
Beeindruckend auch die Kleopatra-Darstellerin (Selen Altunay): In einen Teppich gewickelt, trugen zwei Sklaven sie zum Palast des Cäsar, wo Kleopatra in ihrer ganzen Schönheit dem Teppich entstieg. Der Herrscher des römischen Weltreichs (Marcel Zuncke) verfiel ihr sofort. So schaffte es die Pharaonin vom Nil, die Macht zurückzuerlangen, die der Bruder ihr genommen hatte. In der nächsten Szene, einige Jahre später, trauerte Kleopatra am Grab Antonius', ihres letzten Mannes. Verzweifelt klagte sie die Götter an. Wenig später beendete sie durch einen Gifttrank ihr Leben, um nicht in römische Gefangenschaft zu geraten. Dramatisch sank sie Stück für Stück zu Boden. Ihre langen Haare fielen über den Rand der Bühne. Den Schlusspunkt setzen die Zehntklässler mit der Geschichte der Gründung Roms: Die Stadt wurde durch ein Verbrechen gegründet. Die Brüder Remus (Daniel Heinemann) und Romulus (Jonas Jakoby), aufgezogen von einer Wölfin, kämpften um den Anspruch, Rom gründen zu dürfen. Ein falsch gedeutetes Vogelzeichen führte schließlich zu dem Mord an Remus und zur Stadtgründung durch Romulus. Der Gott Mars (Sven Womelsdorf) persönlich, Vater der beiden Brüder, erteilte seinem Sohn dafür den Segen. Die Schüler der Battenberger Gesamtschule bewiesen mit ihrem ersten lateinischen Abend nicht nur, dass sie eine fremde Sprache beherrschen, sondern vor allem eins: dass diese Sprache keine tote Sprache ist. Sie wird am Leben gehalten durch Abende wie diesen.


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