2020 05 20 Viessmann neue PCViessmann-Allendorf-Stiftung spendet Schulcomputer
VON THOMAS HOFMEISTER

Allendorf/Eder – „Ich könnte Sie umarmen“, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat freudestrahlend, als er sich am Freitag bei Annette Viessmann für die Spende von 100 000 Euro für Computer an Schulen im südlichen Landkreis bedankte. Das tat der Landrat mit Rücksicht auf das Abstandsgebot in Corona-Zeiten zwar nicht, überreichte Annette Viessmann aber einen Blumenstrauß und ein Glas Bienenhonig aus der eigenen Imkerei in Marienhagen.
Mit dem Geld sollen 150 Laptops und 50 i-Pads angeschafft werden. Die Spende komme „genau zur richtigen Zeit“, sagte der Landrat, der sich im Namen der Kinder, aber auch des Landkreises als Schulträger, herzlich bedankte. Insgesamt fehlten derzeit etwa 400 dieser Geräte allein im südlichen Kreisteil.
Genutzt werden sollen die Computer vorwiegend von Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 10 an der Gesamtschule Battenberg, dem Gymnasium Edertalschule, der Ortenbergschule, der Burgwaldschule und der Hans-Viessmann-Schule – vorwiegend von Kindern, deren Eltern sich keinen Computer leisten können. In Corona-Zeiten sind die Schüler gleichwohl auf Computer angewiesen, weil sie zu Hause lernen und dort auch ihre Aufgaben am PC oder Laptop bewältigen sollen.
„Die Bildung junger Menschen in unserer Heimatregion war und bleibt für unser Familienunternehmen eine Herzensangelegenheit“, sagte Annette Viessmann. Ganz im Sinne des Leitbildes „Wir gestalten Lebensräume für künftige Generationen“ würden mit dem Geld virtuelle Lernräume für die jetzige und künftige Schülergenerationen geschaffen.
Dr. Markus Pfuhl, im Viessmann-Vorstand für Digitalisierung verantwortlich, wird die Verteilung der Laptops und i-Pads koordinieren. Die Geräte werden in den Besitz der einzelnen Schulen übergehen und von dort leihweise an bedürftige Kinder ausgegeben. Eine Standard-Ausstattung an Software wird bei der Auslieferung der Geräte mit dabei sein.
„Die Spendenaktion ist auf Nachhaltigkeit angelegt“, sagte Annette Viessmann. Die Geräte sollten auch nach überstandener Corona-Krise weiter für den Unterricht genutzt werden.