2014-2015

Viel Lob für das „Erfolgsmodell“ (HNA, 21.11.2014)

25 Jahre Gesamtschule Battenberg: Deutscher Meister im Poetry-Slam begeisterte das Publikum beim Festakt
BATTENBERG. Ein „Juwel in der Schullandschaft“ (Landrat Dr. Reinhard Kubat) hat am Donnerstag seinen 25. Geburtstag gefeiert: Die Gesamtschule Battenberg. Gefeiert wurde mit viel Musik, einem Deutschen Meister im Poetry- Slam und einem Lehrerkollegium, das sich mit Kleidungsstücken aus den 1980er- und 1990er-Jahren selbst auf die Schippe nahm. Quo vadis? (Wohin gehst du?), fragte Schulleiter Reinhold Gaß. 962 Schülerinnen und Schüler besuchen heute die Gesamtschule. Vor 25 Jahren waren es 630, darunter noch 169 Grundschüler. Damals gab es 27 Klassen, heute 41. Als „Garanten für den Erfolg“ nannte Gaß den Schwerpunkt Musik mit über 300 Schülern, das „Gütesiegel Berufsorientierung, den zweisprachigen Unterricht sowie die enge Einbindung der Neuen Medien. 2008 war Battenberg „Medienschule des Jahres“ geworden. Als „Erfolgsmodell“ würdigte Schulamtsdirektor Jörg Langheld vom Staatlichen Schulamt die Gesamtschule: „Hier werden Ideen gelebt, hier wird angepackt.“ „Die Schüler aus Battenberg kommen sehr gut vorbereitet“, sagte Stefan Hermes, Leiter der Frankenberger Edertalschule, die die Battenberger Gymnasiasten in der Oberstufe zum Abitur führt. Die Zusammenarbeit der beiden Schulen nannte Hermes eine „Erfolgsstory“ und zollte seinem Amtskollegen Gaß Respekt für stets kollegiale Zusammenarbeit. Ein Grußwort für die vier Grundschulen des oberen Edertals sprach Christina Specht von der Allendorfer Schule am Goldberg. „Der Jubilar ist nach 25 Jahren in ta-dellosem Zustand“, stellte der Battenberger Bürgermeister Christian Klein fest. „Wir Battenberger und alle anderen im oberen Edertal sind stolz auf unsere Schule“, so Klein. Als Vorsitzender des Förderund Ehemaligenvereins gratulierte der frühere Bürgermeister Heinfried Horsel. „Wir haben hier viel investiert“, verwies Landrat Dr. Reinhard Kubat auf die ausgezeichnete Substanz und Ausstattung der Gesamtschule. Dafür bedankte sich Matthias Richard als Schulelternbeirat. Weitere Grußworte sprachen Dr. Peter Sacher für die IHK und die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg. Schulsprecher Daniel Skrentny lobte die neuen Spielgeräte, Fußballfelder und das Beachvolleyballfeld. In einem 45-minütigen Vortrag hatte zuvor der ehemalige Schulleiter Helmut Frenzl die Schulentwicklung bis 2011 nachgezeichnet. Sehr gut kamen die Einlagen von Dalibor Markovic an. Der Deutsche Meister im Poetry- Slam hatte die Lacher auf seiner Seite, als er von seiner Anreise im Auto erzählte. Von Marburg aus sei es eine „sehr fotogene Strecke“. Es gebe jetzt „bestimmt zehn Fotos“ von ihm – „immer mit dem gleichen Gesichtsausdruck.“ Perfekt umrahmt wurde der Festakt von der Schulband unter der Leitung von Cornelia Muth-Heldmann. (off)

Ein Juwel in der Schullandschaft (FZ, 21.11.2014)

Festakt zum 25-jährigen Bestehen der Gesamtschule Battenberg. Im Jahr 1989 wurde aus der Battenberger Mittelpunktschule eine Gesamtschule mit gymnasialen Klassen. Wie sehr sich die Schule in dieser Zeit weiterentwickelt hat, machte der langjährige Leiter Helmut Frenzl beim Festakt gestern in der Schulaula deutlich.
Von Mark Adel
Berufsorientierung, zweisprachiger Unterricht, musikalischer Schwerpunkt, Komplettsanierung: Seitdem vor 25 Jahren die ersten 28 Gymnasiasten einzogen, hat sich an der Gesamtschule viel verändert und entwickelt. „Es waren harte Auseinandersetzungen und es war viel Überzeugungsarbeit notwendig“, erinnerte sich Helmut Frenzl an die Entstehungsgeschichte der Gesamtschule, die damals politisch umstritten war. Frenzl war ab 1984 Leiter der Mittelpunktschule und später der Gesamtschule, 2011 ging er in den Ruhestand. An der Marburger Philipps- Universität hält er heute Vorträge unter anderem zur Gestaltung des Schullebens. Schon damals sei die Schule modern ausgestattet gewesen: Etwa mit einem Sprachlabor und einem Schreibmaschinenraum. An hessischen Schulen sollten in den 80er Jahren die Förderstufen etabliert werden, auch Battenberg bewarb sich. Die Schulen blieben lange ein Politikum, etwa, als Kommunalpolitiker eine gymnasiale Oberstufe für Battenberg forderten – und in Allendorf zugleich Rufe nach einer Realschule laut wurden. „Es bestand immer eine Konkurrenzsituation zwischen Allendorf und Battenberg“, erinnerte Frenzl.

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Ein steiniger Weg (FZ, 14.11.2014)

GSB BurgbergVor 25 Jahren kamen die ersten Gymnasiasten an die neu gegründete Gesamtschule
Längst vergessen sind die Diskussionen und politischen Ränkespiele: An der Richtigkeit der Entscheidung in Battenberg eine Gesamtschule zu eröffnen zweifelt wohl niemand mehr. 1989 zogen die ersten 26 Gymnasiasten ein.
Von Mark Adel
BATTENBERG. Damals wurde aus der Mittelpunktschule mit Grund-, Haupt- und Realschule die einzige Gesamtschule im Altkreis Frankenberg. Ein politisches Diskussionsthema blieb die Schullandschaft im Oberen Edertal aber weiterhin. Stimmen, in der Nachbarkommune Allendorf einen weiteren Realschulzweig einzurichten, verstummten erst vor wenigen Jahren. Auch die Gesamtschule war jahrzehntelang Thema. „Ich kam 1976 in die Stadtpolitik und schon damals ging es um die Gesamtschule", erinnert sich Heinz-Günther Schneider. Der Laisaer Lehrer und SPD-Kommunalpolitiker unterrichtete ab 1979 an der Battenberger Schule, war zunächst zweiter Konrektor und ist seit Bestehen der Gesamtschule deren pädagogischer Leiter. „Mein Anliegen war immer die Chancengleichheit für die Kinder im Oberen Edertal." Und dazu gehört für Schneider auch eine gymnasiale Unter- und Mittelstufe. „Ich habe oft erlebt, dass Eltern ihre Kinder nicht aufs Gymnasium geschickt haben, weil ihnen der Weg nach Frankenberg zu weit war." Die Diskussion um die Einrichtung der Gesamtschule war in den 80er Jahren ideologisch geprägt – die SPD war dafür, die CDU dagegen. Helmut Frenzl, erst Leiter der Mittelpunktschule und dann der Gesamtschule, habe intensiv bei Kreistagsabgeordneten für die Gesamtschule geworben, erinnert sich Heinz- Günther Schneider. „Auch für die großen Arbeitgeber ist es wichtig, ein Gymnasium vor Ort zu haben." Die Vorteile des Gesamtschulsystems für ihn: Die einfachen Wechselmöglichkeiten zwischen den Schulzweigen, die jedes Jahr für die Schüler überprüft werden. Jeder Lehrer unterrichtet in allen Schulformen.

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Schulen am Limit angekommen (HNA, 09.11.2014)

NeuschaeferSPD-Politiker besuchten Gesamtschule Battenberg
BATTENBERG. Ganztagsbetrieb, Inklusion, erhöhter Förderbedarf, Kompetenzorientierung – die Liste der zusätzlichen Aufgaben für Schulen ist lang. Für besondere Leistungen über die Grundversorgung hinaus bekamen die Schulen bisher auch mehr Geld. Frankenbergs Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Neuschäfer und Christoph Degen von der SPD besuchten die Gesamtschule Battenberg, um sich vor Ort über die Belastungen zu informieren. Gemeinsam mit Schulleiter Reinhold Gaß, dem pädagogischen Leiter Hans-Günther Schneider und Denis Glotz, Leiter des Hauptschulzweiges, forderten die Landtagsabgeordneten bei ihrem Besuch, die Rahmenbedingungen zu verbessern und bisherige Sonderzuweisungen an Schulen zu erhalten. Bisher gab es für anerkannte Schwerpunkte und besondere Leistungen der Schulen Einzelzuweisungen – jetzt soll alles aus einem Topf abgedeckt werden. Das bedeute in der Konsequenz, dass Schulen, die sich in besonders ho-hem Maße engagieren, dies zukünftig eventuell nicht mehr leisten könnten. Schwerpunkte in Musik und bilingualem Unterricht, ein offenes Ganztagsangebot, dazu viele Kurse und Betreuungsangebote – all das bietet die Gesamtschule Battenberg. Für Daniela Neuschäfer ist klar: „Die Gesamtschule Battenberg arbeitet mit weit mehr als 105 Prozent Leistung. Das ist sehr vorbildlich und schafft ein umfassendes Nachmittagsangebot in den Schwerpunkten für Schülerinnen und Schüler aus Battenberg und Umgebung." Durch die zusätzlichen Aufgaben sei die Belastung an den Schulen in den vergangenen Jahren gestiegen. „Eine solche Arbeitsfülle kann die Schule ohne zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen nicht leisten", sagte Christoph Degen, schulpolitischer Sprecher der hessischen SPD. Degen war früher als Lehrer an der Frida-Kahlo-Schule in Bruchköbel. Der Politiker mahnte: „Die Schulen sind am Rande ihrer Leistungsfähigkeit angekommen." (nh/bdi)

Wir wollen Technik erlebbar machen (fz, 08.11.2014)

MEMobilSeit 25 Jahren hält das Info-Mobil der Metall- und Elektroindustrie an nordhessischen Schulen.
Jugendliche können sich in ihm über mehr als 80 Ausbildungsberufe informieren. (von Mark Adel )
Battenberg. Das Angebot ist so alt wie die Battenberger Gesamtschule, an der gestern Lehrer und Ausbilder eine positive Bilanz zogen. „Damals ging es darum, die Branche darzustellen", berichtete Frauke Syring, Pressereferentin des nordhessischen Verbands der Metall- und Elektro-Unternehmen.Heute können sich Schüler über mehr als 80 Ausbildungsberufe informieren. Der Bus kommt zu weiterführenden Schulen oder zu Ausbildungstagen, um Eltern, Lehrer und Schüler über Chancen im größten deutschen Industriezweig zu informieren. 95 000 Interessierte waren es in dieser Zeit allein in Nordhessen.Werbung vor allem für unbekanntere Berufe. „In keiner anderen Branche gibt es eine vergleichbare Art der Information", sagte Syring.

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